Mit 600 Tonnen Nutzlast vermag das grösste Schiff der Flotte mehr Material zu transportieren als dreissig vollbeladene Vierachs-Kipper. Kein Wunder, lohnt sich der Schiffstransport in doppelter Hinsicht: ökonomisch und ökologisch.
Der Transport per Lastschiff hat auf dem Vierwaldstättersee eine lange Tradition. So war der Wasserweg über Jahrhunderte die wichtigste Handelsverbindung für Waren aller Art, bevor die Bahn und später die Strassen der Nauenschifffahrt ihre Bedeutung im Güterverkehr streitig machten. Geht es aber um den Transport von grossen Mengen Sand und Kies, sind die genügsamen Nauen ungeschlagen.
Die Flotte der Arnold & Co. AG umfasst 13 Schiffe. Sie hat eine Gesamtladekapazität von 3297 Tonnen und stellt einen effizienten und umweltfreundlichen Transport sicher. Die beiden grössten Schiffe – der Uristier und der Rudenz – verfügen über Selbstentlade-Anlagen und können mit jeweils 600 Tonnen Kies beladen werden. Von den beiden Baggern IV und V aus transportieren die Schiffe den Sand und den Kies einerseits nach Flüelen, wo das Material weiterverarbeitet wird. Andererseits gelangen die Rohstoffe zu den Direktabnehmern rund um den Vierwaldstättersee: nach Brunnen, Küssnacht am Rigi, Horw, Luzern und Stansstad/Rotzloch.
Seit 25 Jahre arbeitet Peter Loretz auf einem schwimmenden Bagger, quasi einem Kieswerk auf dem Vierwaldsättersee. Bei schönem Wetter ist der Standort ein Traum, bei Wind und Regen eher ungemütlich. Der 57-jährige Urner und seine Kollegen haben täglich das Ziel Kies und Sand in bester Qualität zu fördern.